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Prof. Dr.phil h.c., Dr.rer.nat.techn. h.c. Günther Schwab
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Info zu Themen>>Öko-Museum>>Zwentendorf
| Geboren 1904 in Prag, seit 1918 in Österreich. Seiner Ehe entstammen ein Sohn und eine Tochter. Dreißig Jahre Forstdienst. Autor von 32 Büchern über Naturschutz, Tier-, Landschafts-, Umwelt- und Lebensschutz. Brachte 1958 den wegweisenden Umwelt-Roman und Welt-Bestseller „Der Tanz mit dem Teufel“ heraus. Gründete 1960 den WSL (Weltbund zum Schutz des Lebens), dessen Präsidentschaft er bis 1976 innehatte. Gab lange Jahre die Zeitschrift „Lebensschutz - Der Stille Weg“ heraus und war einer der ersten prominenten Aktivisten gegen die Atomtechnik in Österreich. Unterstützte DI Richard Soyka (Herausgeber der Zeitschrift "Gesundes Leben" Linz) und seinen Sohn Walther Soyka (Initiator des ersten Anti-Atom-Volksbegehrens) ab 1970 tatkräftig bei der Sammlung von zig-tausenden Unterschriften gegen AKW’s in Österreich. Schrieb 1968 "Des Teufels sanfte Bombe", eines der ersten Bücher gegen die "friedliche" Nutzung der Atomkernspaltung. Bekannt als Einzelkämpfer und nicht immer diplomatischer Botschafter seiner Sache erhielt Günther Schwab dennoch vielfache Würdigungen: Akademische Ehrenbürgerschaft an der Universität für Bodenkultur in Wien (1950) deren Ehrendoktor er auch wurde; die Verleihung des Professortitels erfolgte durch den österr. Bundespräsidenten im Jahr 1962; Verleihung des Ordens Nederlands Laureaat van de Arbeid l e Klas 1964; Albert Schweizer-Medaille 1966; Papst Paul VI. verlieh ihm 1967 zur Würdigung seines literarischen Werkes die Medaille "Cum esset filius Dei"; 1974 erhielt er den Wappenring der Stadt Salzburg und das Große Goldene Verdienstzeichen des Landes Salzburg. 1980 folgte der Erste Kulturpreis der Stadt Salzburg. Sein 100. Geburtstag im Jahr 2004 wurde von 150 Festgästen besucht: Generalvikar Dr. Johann Reißmeier, der Zweite Landtagspräsident Mag. Michael Neureiter (ÖVP) überbrachte den persönlichen Ehrenbecher der Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller (SPÖ) sowie das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst I. Klasse - verliehen durch den Bundespräsidenten. Vizebürgermeister von Salzburg Dr. Ing. Josef Huber (SPÖ) überbrachte den Ehrenbecher der Stadt Salzburg. SR Dipl. Ing. Gottfried Haubenberger (Nationalparkdirektion Donauauen) teilte mit, daß in der Lobau eine "Schwab-Eiche" gepflanzt werde, zumal Günther Schwab dort jahrelang als Förster tätig war. Der Vorsitzende des Naturschutzbundes Salzburg, Univ. Prof. Dr. Roman Türk moderierte die Festveranstaltung.
Kritik am Jubilar: Gleichzeitig kam es (nicht zum ersten Mal) zu heftiger Kritik aufgrund der bekannten "Rechtslastigkeit" von Günther Schwab. Der WSL (speziell in Deutschland, aber auch Günther Schwab) wurde im Laufe von Jahrzehnten vielmals wegen deutsch-nationaler oder (zumindest) extrem rechts-konservativer Ansichten und Mitglieder angegriffen. Schwab selbst hat sich leider bisher nie (im Unterschied zu Nobelpreisträger Konrad Lorenz) von seinen früheren heftig rechts-nationalen Aussagen distanziert, hat aber nach 1945 einschlägige Textstellen aus einem seiner älteren Bücher entfernen lassen. Soweit uns bisher bekannt ist, hat er keine weiteren Anstrengungen unternommen, seinen diesbezüglich belasteten Ruf zu entlasten. - Trotz unserer kritischen Haltung gegenüber den erwähnten Problemen wollen wir hier seine unbestrittenen Verdienste um den Umweltschutzgedanken in Österreich und speziell sein visionäres und aufrüttelndes Werk "Der Tanz mit dem Teufel" würdigen.
Holger Soyka (Herausgeber des oekoweb)
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