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Mathilde Halla wird 1944 in Hohenfurth in einer Künstlerfamilie geboren. Dieses unkonventionelle Leben ist sicher mitprägend für das spätere ökologische Engagement, welches viel Kreativität sowie selbständiges Denken und Handeln voraussetzt. Nach einem abgebrochenen Studium der Psychologie in Wien, bedingt durch schwierige finanzielle Verhältnisse nach dem Tod des Vaters, wird Halla Sonderschullehrerin. Sie heiratet und bekommt vier Kinder.
Nach der Geburt des ersten Kindes beginnt anfangs 1974 das Engagement gegen das in der Nähe von Linz geplante Atomkraftwerk St. Pantaleon. Hand in Hand geht der Widerstand gegen Zwentendorf und jede militärische und zivile Nutzung der Atomenergie. Den ersten Anstoss dazu erhält sie durch ihren Arzt Dr. Alfred Tisserand . Unterstützt durch ihren Ehemann, Dipl.Ing. Halla, der als junger Landesbeamter einen Karriereknick riskiert, sammelt sie grosse Mengen von Unterschriften und arbeitet im engsten Kreis des oberösterreichischen Zwentendorf-Widerstand mit. 1980 nimmt das Ehepaar zwei vietnamesische Flüchtlinge auf und Mathilde Halla erhält als Anerkennung das goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.
1986, nach der Katastrophe von Tschernobyl, beginnt eine neue Phase des Widerstands gegen Atomanlagen in Hallas Leben. Sie gründet die „Mütter gegen Atomgefahr, Oberösterreich“ und gemeinsam mit alten und neuen AntiatomaktivistInnen die Oberösterreichische überparteiliche Plattform gegen Atomgefahr, deren Vorsitzende sie seither ist. In diesem Zusammenhang gründet sie gemeinsam mit tschechischen Ökologinnen die „Südböhmischen Mütter gegen Atomgefahr“. Sie wird stellvertretende Vorsitzende von Anti Atom International. Seit 2002 ist sie Vorsitzende der Bürgerinitiative Umweltschutz in Südböhmen.
Obwohl Mathilde Halla einige Ehrungen, von der Verleihung des Titels „Konsulentin für Umweltfragen des Landes Oberösterreich“ bis zur Verleihung des Konrad Lorenz-Preises 2000 (gemeinsam mit Fritz Witzany und Josef Pühringer) erhält, bleibt ihr Engagement meist für die offzielle Politik ein mit Misstrauen beobachtetes.
2003 beginnt die Arbeit stärker in Richtung internationale Vernetzung zu gehen. Ein internationales Symposium wird im Herbst in Linz abgehalten, der Name auf "atomstopp international" umgewandelt und Halla wird Sprecherin für WISE Austria. 2004 folgt die Organisation des zweiten internationalen Symposiums.
Neben vielen Vorträgen in Österreich, Deutschland und Tschechien, arbeitet sie an einigen Broschüren mit, verfasst viele Flugblätter und organisiert mit ihren Mitarbeitern - 1988 wird ein offizielles Plattformbüro gegründet - viele Aktionen, Demonstrationen und Veranstaltungen.
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