die grünen seiten 2010
Info zum Thema
Top-Themen
  E-Fahrzeuge
  Energiesparen
 Bauen & Sanieren
  Balance your Life
oekoweb-Themen
Infos & Wissen
Veranstaltungen
Strommarkt
Bücherecke
Gütesiegel
Öko-Museum


      Drucken / Weitersagen:
      

 

Energiesparend bauen - was ist gemeint?

 

Baubiologie

Behaglichkeit, gesunde Wärme und gutes Raumklima gehören ebenso zur Baubiologie wie die Bedachtnahme auf die Gesundheits- und Umweltverträglichkeit der verwendeten Bau- und Dämmstoffe.

Der Begriff ''Baubiologie'' umschließt dabei ein weites Feld - vom Raumklima über die verwendeten Materialien bis zur Gesamtplanung. Doch auch einzelne Maßnahmen - etwa die Verwendung von ökologischen und dispersionsdurchlässigen Wandfarben, von wasserlöslichen und pestizidfreien Lacken, die Vermeidung von Emissionen durch formaldehyhaltigen Spanplatten und ähnliches - können das Wohngefühl verbessern und Belastungen für die Gesundheit vermeiden. Lesen Sie im folgenden einen kleinen Überblick über die wichtigsten Bereiche der Baubiologie:

Mindestwärmeschutz im Winter und geringe Überhitzungsneigung der Wohnung im Sommer tragen wesentlich zur thermischen Behaglichkeit über das ganze Jahr hinweg bei. Sonnenlicht und Helligkeit schaffen Wohlbefinden, die optimale Ausrichtung des Hauses hilft überdies beim Energiesparen. Auch Kachelöfen erzeugen – ebenso wie die Sonne - angenehme Strahlungswärme.

Vor allem die Verwendung ökologischer Baumaterialien hilft gleichermaßen Gesundheit und Umwelt, etwa durch die Vermeidung ungesunder Emissionen (z.B. Formaldehyde und Treibhausgase, Radon) an Raumluft und Umgebung. Auch die Bedachtnahme auf Ressourcenschonung bei der Herstellung und dem späteren Recycling von Baustoffen gehört dazu (z.B. die Vermeidung von Stoffen aus der Chlor- bzw. Petrochemie wie PVC oder Polyurethan, Vermeidung von Stoffen mit hohem Energieeinsatz bei der Produktion, Vermeidung von Tropenholz aus den für das Weltklima so wichtigen Regenwäldern).

Heimisches Holz, Ziegel oder Lehmbau, mineralische Putze mit möglichst wenig Zement und der Verzicht auf petrochemisch hergestellte Anstriche sind aus baubiologischer Sicht zu empfehlen. Ganz wichtig sind auch die verwendeten

Dämmstoffe: Materialien wie Mineral- oder Steinwolle können – zumindest bei der Verarbeitung und Entsorgung - gesundheitsschädliche Feinstäube freisetzen. Kunststoffe wie Polystyrol oder die daraus hergestellten Styroporplatten sind mit Treibhausgasen aufgeschäumt, die die Ozonschicht zerstören und im Brandfall hochgiftige Gase freisetzen.

Naturnahe Wanddämmstoffe sind hingegen aus Stroh, Schilf, Kork oder Flachs sowie magnesitgebundener Holz- oder Schafschurwolle. Zur Beschüttung im Boden eignen sich Blähglimmer oder Blähton-Perlite.

Auch Farben und Lacke können für Mensch und Umwelt bedenkliche Substanzen (z.B.. Lösungsmittel, Konservierungsmittel, Schwermetalle oder Pestizide) enthalten. Naturfarben und -lacke werden im besten Fall aus pflanzlichen und ungiftigen mineralischen Rohstoffen hergestellt.

Bei größeren Projekten hilft die richtige Gesamtplanung durch baubiologisch erfahrene ArchitektInnen oder Institutionen um etwaige kostspielige Fehler zu vermeiden. Und Baubiologie kann – je nach Bundesland – auch Fördergelder bringen: entweder als Voraussetzung für die Wohbauförderung oder zur Erlangung von Ökopunkten für eine erhöhte Wohnbauförderung. Siehe dazu unsere ''Matrix mit Klick''!


  zur vorigen Seite   zum Seitenanfang

Newsletter-Abo | Der Spruch des Tages | © 1997- 2010 by oekodatenbank oesterreich