|
Sparkraftwerk „gute Elektrogeräte“
Ein großes Sparpotential liegt bei den Elektrogeräten. Laut einer EU-Regelung muss daher die Verbrauchsklasse der
angebotenen Modelle anhand von Buchstabencodes im Geschäft einsehbar sein. Klasse A war lange Zeit der Bestwert,
darüber hinaus gibt es mittlerweile die noch besseren Standards A+ (drei Viertel Verbrauch von A) sowie A++
(halber Verbrauch von A). Verbrauchswerte müssen zudem in der Betriebsanleitung angegeben sein! Die Investition
in ein Gerät der Energiesparklasse A und höher kann sich daher ganz schön bezahlt machen.
Was sind die größten Verbraucher?
* Wäschetrockner zählen zu den größten Stromfressern Strombetriebene Wäschetrockner haben den 3 fachen
Verbrauch wie durchschnittliche Waschmaschinen – das sind an die 150 kg CO², so Armin Knotzer von „die umweltberatung“.
Wenn es nicht eilig sein muss, Wäsche einfach auf die Leine und durch Luft und Sonne trocknen lassen.
* Klimaanlagen bzw. Raumklimagerät verbrauchen an die 1000 Watt Strom. Energiefressende Klimaanlagen
lassen sich in Einfamilienhäsuern und Bürobauten mit Solaranlagen auch durch moderne, solare Kühlsysteme ersetzen, ansonsten sind Ventilatoren und
Raumabdunkelungen nach wie vor die ökonomisch und ökologisch bessere Wahl.
Neben anderen Großgeräten wie Kühlschränke, Gefrierfächer, E-Herde und Waschmaschinen, die ebenfalls der
Energiepsarklasse A, A+ oder noch besser A++ angehören sollten (hier sind gegenüber Altgeräten Einsparpotentiale
zwischen 20 und 50 Prozent realisierbar), treiben vor allem Fernseher, Stereoanlagen, Dolby-Surround-Systeme, Notebooks
und Computer, in Summe den Stromverbrauch der Haushalte gewaltig nach oben. Zum Vergleich: Ein Röhrenfernseher 40 Zoll
hat eine Leistungsaufnahme von ca. 100 Watt. Ein moderner LCD-Fernseher verbraucht bereits 150 bis 200 Watt,
Plasma-Fernseher verschlingen 300 bis 400 Watt Strom.
* Stand-by-Funktionen lassen den Stromverbrauch meist unnötig nach oben schnellen (gegengerechnet arbeitet das ganze
Kraftwerk Freudenau in Wien nur für Stand-by-Funktionen). Viele Geräte im Bereich IT und Unterhaltungselektronik, aber auch
Drucker, (Handy-)Ladegeräte, Mikrowellengeräte uvm. ziehen - oft völlig unbemerkt - auch dann teuren Strom aus der Leitung,
wenn sie nicht benötigt werden, in manchen Fällen sogar, wenn der Hauptschalter auf „aus“ steht.
Schließen Sie daher diese Geräte einfach an Steckerleisten mit Masterschalter an, um die unnötigen Geld- und Klimatreiber
zu stoppen. Doch bereits beim Gerätekauf empfiehlt es sich, sich nach offenem oder verdecktem Stand-by-Verbrauch zu erkundigen.
Batterien sollten nur in wichtigen Fällen eingesetzt werden. Elektrogeräte mit Netzanschluss sind sparsamer als Akkugeräte
(Telefone, Rasierer, Elektrozahnbürsten)
Bei der Anschaffung von Geräten empfiehlt sich auch der Vergleich von Preis, Energieverbrauch und Umweltverträglichkeit in
verschiedenen Testlisten, wie sie Umweltberatungen, Konsumentenschutzvereine und andere Einrichtungen anbieten
(siehe dazu auch die untenstehenden Web-Tipps).
Web-Tipps:
- Zum Thema energiesparende Elektrogeräte:
Topprodukte.at
Marktckeck Greenpeace
Energy Globe Gerätecheck
zum Seitenanfang
Sparkraftwerk „Sparlampe“
Energiesparlampen verbrauchen bei gleicher Lichtausbeute bis zu 80 Prozent weniger Energie als Glühbirnen. Die Energieausbeute von Energiesparlampen
ist bis zu 500 Prozent besser als jene normaler Glühlampen. Energiesparlampen haben auch eine wesentlich höhere Lebensdauer
(ca. 8000 Stunden gegenüber 1000 bei konventionellen Glühbirnen), sodass sich nach etwa 1500 - 2500 Stunden Brenndauer die Anschaffung insgesamt
amortisiert. (Angaben zur Lebensdauer findet man auf der Verpackung, meist etwa 3-10 Jahre oder 5.000-15.000 Betriebsstunden).
Energiesparlampen sind im Prinzip Leuchtstoffröhren und sollten nach Ansicht von Baubiologen nicht über dem Bett und in anderen
sensiblen Bereichen angebracht werden, da sie hochfrequente Störfelder aufbauen, die von manchen Menschen als unangenehm empfunden werden.
Problematisch ist auch das in den Energiesparlampen enthaltene Quecksilber, weshalb sie unbedingt als Sondermüll entsorgt werden müssen.
In Hinsicht auf Lichtleistung, Störfelder und Lebensdauer empfiehlt sich der Verzicht auf Billigmarken.
Eine völlig neue Entwicklung stellen hingegen LED-Lampen und Beleuchtungskörper auf LED-Basis (LED = "Licht emittierende Diode") dar: keine Störfelder,
kein Quecksilber, keine Anlaufzeiten und dennoch ein geringer, wenn nicht sogar noch günstigerer Stromverbrauch als bei Sparlampen.
LEDs gibt es mittlerweile in Form von Birnen, ultraflachen Panels, Einbauleuchten, Spots, Lichterketten, Leuchtbändern, Gartenleuchten u.v.m..
Teilweise sind LED-Lampen auch schon als Hauptbeleuchtung für Eingangs-, Büro- und Geschäftsräume am Markt.
zum Seitenanfang
Sparkraftwerk „Sparberatung und Contracting“
Sparberatung
Oft noch unentdeckte Sparpotentiale aufspüren, alle Daten fundiert durchrechnen lassen, maßgeschneiderte und wirtschaftlich
vorteilhafte Lösungen finden: professionelle Sparberatung bringt es auf Euro und Komma genau auf den Punkt. Finden Sie hier
Energiesparberatung auch in Ihrer Nähe.
Die Einsparung finanziert die Beratung - Contracting!
In Wirtschaft und Verwaltung (etwa in Gemeinden) hat sich das sogenannte "Contracting" als ideales Finanzierungsmodell
für umfassende Energiesparmaßnahmen durchgesetzt. Die Kosten für ein solches Energiemanagement werden dabei vollständig aus
der Energieeinsparung finanziert. Der entsprechende Consulter übernimmt das Risiko, der Kunde kommt nach Ablauf der
Amortisationsfrist in den vollen Genuss der Einsparungen.

Web-Tipps:
-
Contracting-Portal von „klima.ativ“
Contractinganbieter im oekoweb
zum Seitenanfang
Sparkraftwerk „umweltfreundlich Bauen und Sanieren“
Wärmedämmung ist das größte Sparkraftwerk, denn mehr als drei Viertel des Energiebedarfs in einem Haushalt fließen in die Heizung.
Niedrigenergie- und Passivhausstandards sparen auf mittlere Sicht das meiste Geld, zudem machen sie ein für allemal von den steigenden
Energiepreisen unabhängig und werden noch dazu durch Fördergelder unterstützt.
Doch alleine schon das Versehen der obersten Geschoßdecke eines vor 1980 errichteten Hauses mit 30 cm Dämmstoff bedeutet eine
Kostenersparnis durch Wärmedämmung von € 750 jährlich, so Armin Knotzer, Energieexperte bei „die Umweltberatung“ - wodurch sie sich bereits
nach 3 bis 5 Jahren armortisiert.
Muss eine Außenwand saniert werden, so Knotzer, ist ebenfalls Wärmedämmung ratsam – hierdurch sind Heizkostenersparnisse von ca. 25 Prozent möglich.
Bei Neubauten sind Niedrigenergiebauweise, oder noch besser, Passivhäuser nicht nur energiesparend, sondern werden auch reichlich gefördert.
Finden Sie hier die für Sie passende Förderung.
Auch Sanierungen auf Passivhausstandard sind bereits in vielen Fällen möglich und werden ebenfalls entsprechend gefördert.
Bei Neubauten ist auch der Standort des Gebäudes eine gleichermaßen ökonomische wie ökologische Frage – bei guter Lage können viele Verkehrskilometer
gespart werden.
zum Seitenanfang
Sparkraftwerk „Solarenergie“
Thermische Solaranlagen dienen der Warmwassergewinnung und Heizung. Bis zu 40 Prozent weniger Heizkosten und 85
Prozent weniger Warmwasserkosten sind bei einer Solaranlage von 30 m² möglich, so Armin Knotzer von „die Umweltberatung“.
Das sind 2,5 Tonnen CO² bzw. € 800 Einsparung pro Jahr. In Verbindung mit Wärmepumpen oder Pelletsfeuerungen entstehen so klima-
und geldbeutelfreundliche Heiz- und Warmwassersysteme für das ganze Jahr. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Landesregierung und Gemeinde
nach Fördermöglichkeiten für die Errichtung von Solaranlagen: hier winkt meist bares Geld!
Tipp: Überlegen Sie vor dem Einbau einer Solaranlage zuerst geeignete Dämmungsmaßnahmen und packen Sie Ihr Haus gut ein– Sie bekommen
auch dazu Förderungen, und die Heizanlage kann viel kleiner dimensioniert werden!
Anbieter thermische Solaranlagen
 Photovoltaik wandelt mittels Solarzellen Sonnenenergie direkt in Elektrizität um. Diese direkte Energiegewinnung aus Licht
ist die technisch zukunftsfähigste, wenn auch noch derzeit nicht immer billigste Lösung. Sowohl in Hinblick auf die Leistungsfähigkeit der
Zellen, auf die billigere Herstellung in Großserie, auf große Betriebssicherheit als auch auf die architektonischen Integrations- und
Gestaltungsmöglichkeiten der Photovoltaikzellen konnten in den letzten Jahren wesentliche Fortschritte erzielt werden. Vor allem aber müssen
die ökonomischen Rahmenbedingungen (Einspeisetarife) geändert werden, um einen breiten Durchbruch zu ermöglichen. Doch gesteigerte Leistungsfähigkeit
der Zellen, zunehmend billigere Herstellung, große Betriebssicherheit und architektonische Integrations- und Gestaltungsmöglichkeiten bieten auch
jetzt schon umfangreiche Einsatzmöglichkeiten – z.B. in der Architektur. Flexibel formbare Solarzellen können als Fassadenelemente integriert werden.
Solarzellen gibt es mittlerweile auch für schwache Sonnenbestrahlung (einige Systeme sind sogar im Polarkreis leistungsfähig).
zum Seitenanfang
Sparkraftwerk „Wärmepumpe“
Wärmepumpen entnehmen aus Luft, Erdreich, Ab- oder Grundwasser Wärme und führen sie einer Nutzung, meist der Heizung, zu.
Gas- und dieselbetriebene Wärmepumpen haben einen größeren Energienutzungsgrad als elektrisch betriebene, da erstere auch die
Motorabwärme nutzen. Als besonders sinnvoll bezeichnen ExpertInnen sogenannte Tandemanlagen, wobei der Verbrennungsmotor der Wärmepumpe
überdies zur Stromerzeugung genutzt wird. So kann eine optimale Anpassung an den Wärme- und Strombedarf erreicht werden.
Die Stickoxid-Emissionen können überdies durch einen Katalysator auf rund zehn Prozent reduziert werden. Oft geht auch ein großes
Potential an Wärmeenergie durch veraltete Technologien an die Umwelt verloren, obwohl es durch Wärmetauscher und ähnliche Verfahren wieder
nutzbar gemacht werden könnte - eine Investition, die möglicherweise nicht nur die Umwelt, sondern auch die Bilanzen schont.
zum Seitenanfang
Sparkraftwerk „Heizung“
Ist das Haus einmal gut gedämmt und noch eine Zusatzheizung notwendig, empfiehlt sich – neben Solarsystemen und Fernwärme - klimaneutrale
Biomasse in Verbindung mit modernen Heizsystemen. Biomasse-Heizanlagen gewinnen stark an Verbreitung, da sie gleichzeitig ökologischen und
wirtschaftlichen Anforderungen gerecht werden. Vor allem benutzerfreundliche Biomasse-Brennstoffe wie Pellets,
Cobs oder Briketts sowie ausgereifte High-Tech-Verbrennungs- und Heizungssysteme machen die Biomasseheizung für das Eigenheim zum Renner.
Vor allem liegt der Preis für Holzpellets und andere Biomassebrennstoffe weit unter dem Ölpreis!
Preiswentwicklung Pellets/Öl
(Stand 7. Jan.2009, Propellets austria)
Während die Verbrennung von Erdöl- und Erdgasprodukten zusätzliches Kohlendioxyd freisetzt und damit den Treibhauseffekt anheizt,
bewirkt die Nutzung der Biomasse keine Änderung des globalen Kohlendioxyd-Haushalts. Denn auch der natürliche Abbau von Biomasse - etwa das
vermodernde Holz im Wald - setzt die gleiche Menge natürliches Kohlendioxyd frei. Die energetische Nutzung von Biomasse liegt daher auf der Hand.
Überdies steht Biomasse unabhängig von globalen Märkten massenhaft zur Verfügung.
Doch wie bei allen Heizsystemen gilt: zuerst dämmen, dann heizen! Wärmedämmung wird von den Ländern stark gefördert, und danach
genügt ein kleineres und somit billigeres Heizsystem.
Anbieter Biomasse - Heizsysteme im ökoweb
Anbieter Biomasse
(1) Der Ausdruck stammt vom deutschen Wuppertal-Institut nach deren gleichnamigen Buch von Hennicke et.al.,
(http://www.wupperinst.org/de/das_wuppertal_institut/geschichte/index.html)
zum Seitenanfang
Haftungsausschluss (Disclaimer)
|