die grünen seiten 2010
Info zum Thema
Top-Themen
oekoweb-Themen
Infos & Wissen
  Tipps und Links
  Newsletter
  HOT News
  take it
  Spruch des Tages
Veranstaltungen
Strommarkt
Bücherecke
Gütesiegel
Öko-Museum


      Drucken / Weitersagen:
      

 

Gentechnikfrei

 
Lebensmittel ohne Gentechnik
Topthema Gentechnikfrei

Wo Gentechnik drinnen ist, muß dies noch lange nicht draufstehen - oft verbergen sich die mutierten Bestandteile nämlich in Zusatzstoffen, Aromastoffen, Futtermitteln, Fetten oder anderen undurchsichtigen oder gar nicht ausgewiesenen Bestandteilen.

Besser ist es da schon auf das grün-weiße Zeichen "gentechnikfrei erzeugt" zu achten. Derart gekennzeichnete Produkte müssen den entsprechenden Richtlinien des Österr. Lebensmittelkodex entsprechen.  weiter...

weitere Links zum Thema:

Informationen

"Ist da Gentechnik drin?"
Oft steckt das Gen-Soja undeklariert in den Zutaten

Österreichischer Lebensmittelcodex-Richtlinien
Die genaue Definition von "Gentechnikfrei"

Umweltbundesamt
Ausführliche Web-Site mit Links

"genfood-nein danke"
Informationen, Hintergründe, Studien und Experten

Europaweite Informationen und Datenbanken

InfoXgen.com
Datenbank für Lebens- und Futtermittel, Zutaten und Verarbeitungshilfsstoffe ohne Gentechnik

"OrganicXseeds.com"
Datenbank über die Verfügbarkeit von ökologischem, gentechnikfreiem Saatgut

Arbeitsgruppe 'Bio Gene'
Arbeitsgruppe des Forschungsinstituts f. biologischen Landbau CH, D, Ö

Gen-Seiten der Umweltorganisationen

Gentechnikseite von "Global 2000"

"Greenpeace"
Unter "Gentechnik" präsentiert Greenpeace eine EU-Studie welche die Gefährdung des Bio-Landbaus durch Gentechnik nachweist

Staatliche Informationen

Gentechnikseite des BM f. Gesundheit und Frauen

"Europäische Kommission" - Lebensmittelsicherheit

Kritische Infos zur Gentechnik allgemein

"Gen-Ethisches Netzwerk"
Sehr informativ und kritisch - auch über Gentechnik in der Medizin und Fortpflanzungstechnologie

Dossier Gentechnik der “Wiener Zeitung“
Laufend Artikel zu aktuellen Debatten und Links zu weiterführenden Informationen gesammelt- sehr Informativ, Grundsätzliches, Erklärungen, Glossar

Informationen pro Gen-Technik oder vermittelnd

Fachverband Lebensmittelindustrie

Informationsstelle zur Gentechnologie “INFOgen“

Durchsuchen Sie das ÖKOWEB nach
 

Fortsetzung der Einleitung zu “Gentechnikfrei” :

Seitens der Gentechnik-Befürworter wird die Wahlfreiheit des Konsumenten zwischen gentechnikfreien und genmanipulierten Nahrungsmitteln propagiert: durch entsprechende Kennzeichnung sollten die gentechnisch bearbeiteten Zutaten künftig ausgewiesen werden, im Gegenzug würden gentechnisch manipulierte Saaten zugelassen, der mündige Konsument könne sich dann entscheiden....

Wunderbar, wäre da nicht ein kleiner Schönheitsfehler: Denn werden erst einmal gentechnisch manipulierte Saaten angebaut, trägt der Wind die Keime auch bald auf jene Felder, die dem gentechnikfreien Anbau vorbehalten bleiben - oft 100erte Kilometer weit. Dabei kommt es zu Auskreuzungen zwischen den Sorten, und "gentechnikfrei" kann dadurch nicht mehr 100prozentig gewährleistet werden. Für die Bio-Bauern wäre dies eine existenzbedrohende Katastrophe - deren strenge Richtlinien schreiben nämlich zu 100 Prozent gentechnikfreie Produkte vor.

Doch auch die von den Befürwortern der Gentechnik triumphal angekündigten positiven Erwartungen erfüllten sich zehn Jahre nach der Zulassung der ersten genetisch veränderten Lebensmittel nicht Wie das Münchner Umweltinstitut http://www.umweltinstitut.org berichtet, sind aus den verheißungsvollen News eher große Flops geworden.

Dass Gentechnik den Einsatz von Pestiziden vermindert, kann bereits jetzt als falsch bezeichnet werden. Nach Informationen des Biotech-Net müssen bereits sechs Jahre nach dem ersten Anbau der genetisch veränderten Pflanzen 13 Prozent mehr Pestizide versprüht werden als zuvor. Auch der viel gepriesene insektenresistente Bt-Mais, der selbst ein Insektengift produziert, führt nicht zu einem geringeren Einsatz von Pestiziden. Beim Raps ist es sogar dazu gekommen, dass durch Kreuzung der Raps selbst zu einem hartnäckigen Unkraut wird, das gegen alle Totalherbizide resistent geworden ist. Dazu kann der Samen 15 Jahre im Boden keimfähig bleiben. Als Unsinn hat sich auch die Aussage herausgestellt, dass Gentech-Pflanzen die Umwelt schonen. Nach einer Publikation des britischen Department of Environment wurden in einer Langzeitstudie massiv negative Folgen für die Biodiversität festgestellt. Es kam zu einer signifikanten Abnahme von Schmetterlingen in herbizidresistentem Raps und zu einer rapiden Verringerung von Blütepflanzen bei Gen-Raps und Gen-Zuckerrüben.

Zu den größten Enttäuschungen zählt aber die viel gepriesene Ertragssteigerung der Gentechnik: In verschiedenen Studien waren die Ergebnisse eher nüchtern. Sowohl bei Soja als auch bei Raps und Zuckerrüben lagen die Erträge zwischen fünf und zehn Prozent unter den konventionellen Anbaumethoden. Am schlimmsten war der Einbruch bei der transgenen Bt-Baumwolle in Indien: die Erträge brachen um 75 Prozent ein, die Qualität der Fasern war minderwertig. Nach Berechnungen des Saatgutherstellers Syngenta droht den Bauern außerdem ein Wertverfall von fast 20 Prozent pro Hektar Ackerland beim Auftreten resistenter Ackerkräuter. Auch ist der Hunger in der Dritten Welt mithilfe der Gentechnologie kaum zu stillen, wie zahlreiche Expertisen ergeben haben.


  zur vorigen Seite   zum Seitenanfang

Newsletter-Abo | Der Spruch des Tages | © 1997- 2010 by oekodatenbank oesterreich